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Hohe Luftqualität - was ist das?

Eine gute Luftqualität fördert die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Menschen.

Wenn wir über Luftqualität sprechen stellt sich immer die Frage, was damit genau gemeint ist. Die folgenden Informationen helfen Ihnen, das Thema Luftqualität und deren Messung besser zu verstehen:

  • Wie ist Luftqualität definiert?
  • Welche Partikel sind in unserer Umgebungsluft vorhanden?
  • Was bedeutet die Luftqualität im Alltag?
  • Wie wird Feinstaub definiert?
  • Welche Messmethoden gibt es?

 

Definition von Luftqualität

Wie wird Luftqualität definiert?

Unter Luftqualität versteht man die Beschaffenheit der Luft bezogen auf den Anteil der Luftverunreinigungen.
Man unterscheidet gasförmige Verunreinigungen und Verunreinigungen durch Feinstaubpartikel.
Gasförmige Verunreinigungen, wie Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Schwefeldioxid, Stickoxide oder flüchtige organische Verbindungen(VOC`s), verschlechtern die Luft in gleichem Maße wie Ruß, Rauch, Fasern oder Holz/Metall Partikel.
Die Luftqualität lässt sich also über das Vorhandensein  von genannten Verunreinigungen feststellen und wird
auch in der europäischen Norm EN 13779 für Nichtwohngebäude festgehalten.
Für die Außenluft gilt die 39.BImSchV für die Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes.
 
Luftpartikel und deren Entstehung

Partikel und deren Entstehung

In der Luft befinden sich viele verschiedene Fremdstoffe die aus ganz natürlichen Prozessen
wie von Bodenerosionen, Vulkanausbrüchen, Verdunstung von den Meeren oder natürlichen Waldbränden
(z.B Blitzschlag) hervorgerufen werden. Auch Lehm, Sporen, Pollen, Pilze und organisches Material von
Pflanzen und Tieren zählen darunter.
Hinzu kommen jedoch noch die anthropogenen Anteile, also die von Menschenhand verursachten
Verschmutzungen aus industriellen Prozessen, Energiegewinnung, Verkehr, Brandrodungen und auch aus
der Landwirtschaft.
Hauptverursacher der Gesamtstaubemissionen in Deutschland waren im Jahre 2002 Industrieprozesse mit
45 Prozent, der Schüttgutumschlag mit 21 Prozent und die im Straßenverkehr ausgestoßenen Staubpartikel
mit Reifen- und Bremsabrieb zusammen, machten bundesweit 33 Prozent der Gesamtstaubemissionen aus.
Die Bedeutung von Luftqualität in unserem Leben

Die Bedeutung von Luftqualität in unserem Leben

Ob bewusst oder unbewusst, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit hängt in hohem Maße von der Reinheit der
Luft ab. Während wir in den letzten Jahren immer stärker auf unsere Ernährung achten und Begriffe wie
"bio-vegetarisch oder fettarm" zum Alltag gehören, ist die Luftqualität oft nur in stark belasteten Städten oder
Umgebungen ein Thema.
Solange wir Luftunreinheiten über unsere Sinne wahrnehmen, wie z.B. durch
  • Gerüche
  • Reizhusten oder
  • Hautreizungen 
sind wir sensibilisiert, etwas dagegen zu unternehmen.
Doch viele Stoffe in der Luft nehmen wir nicht unmittelbar war. Ozon, Kohlenmonoxid, Bakterien, Asbest oder Fasern
bemerken wir nicht sofort. Negative Folgen für die Gesundheit werden oft erst viel später erkannt und können unter
Umständen auch nicht mehr geheilt werden.
Erst Messungen zur Luftqualität mit geeigneten Messgeräten, führen hier zur notwendigen Aufklärung und
Sensibilisierung. Am Arbeitsplatz sind solche Messungen bereits teilweise verpflichtend. Arbeitgeber und
Arbeitnehmer tun gut daran, diese Messungen frühzeitig durchzuführen und im Falle einer zu hohen
Schadstoffbelastung rechtzeitig geeignete Schritte einzuleiten.

Rauchen im Büro

Das kann sich heute höchstens noch der Chef ohne Konsequenzen erlauben.

Viele Arbeitgeber haben die Zigarette bereits aus den Büroräumen verbannt und richten Rauchzonen ein.

Eine Gefährdungsvermeidung zum Beispiel für das Reinigungspersonal muss dennoch gewährleistet sein.

Luftfilteranlagen können hier unterstützen.

Definition von Feinstaub

Definition von Feinstaub

Definition Feinstaub

Als Feinstaub bezeichnet man luftgetragene Partikel mit einem Durchmesser von 10 Mikrometer (µm) und kleiner.
Feinstäube sind für das menschliche Auge weitestgehend unsichtbar, erst bei größeren Ansammlungen werden sie als Dunst oder Smog wahrgenommen.
Da diese Schwebeteilchen in der Luft nicht sofort zu Boden sinken, sondern eine gewisse Zeit in der Atmosphäre verweilen können, kann Feinstaub leicht eingeatmet werden.
Partikel mit einer Größe von 0,3µm können auch bis zu einem Jahr in der Luft bleiben ohne abzusinken.
 
1987 führte die US-amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA einen „National Air Quality“-Standard ein.
Hierin werden die Staubteilchen (englisch = Particulate Matter“ kurz „PM“) nach Korngröße kategorisiert.
Seit 2008 hat sich auch die EU auf Luftqualitätsstandards und Emissionshöchstmengen geeinigt (2008/50/EG).
 
Der inhalierbare Schwebestaub umfasst Partikel von 10 µm Größe. (kurz "PM10")
Im deutschen Sprachraum spricht man auch vom PM10-Feinstaub.
 
Der lungengängige Feinstaub umfasst Partikel von 2.5 µm Größe. (kurz "PM2.5")
Im deutschen Sprachraum spricht man auch vom PM2.5-Feinstaub.
 
Die Ultrafeinen Partikel umfassen extrem kleine Partikel von 0,1 µm Größe.
Sie können nicht nur tief in die Atemwege eindringen sondern auch in die Blutbahn übertreten.
Staubmessmethoden

Staubmessungen

Es gibt mehrere Möglichkeiten um Feinstaub messen zu können, aber die meisten genauen Messverfahren sind
kostspielig und sehr zeitaufwendig.
Die wohl gängigste  Möglichkeit ist das Gravimetrische Messverfahren. Dieses wird gerne von öffentlichen Einrichtungen, Städten und Kommunen verwendet.
Beim Gravimetrischen Messverfahren wird der Feinstaub über einen Zeitraum von jeweils 24 Stunden auf Filtern abgeschieden und anschließend gewogen. Durch Division der Staubmasse, durch das gleichzeitig gemessene Luftvolumen,
wird die Feinstaubkonzentration in µg/m³ errechnet.
Eine Alternative hierzu stellt das Laser-Streulicht-Messverfahren dar. Hierbei lassen sich vor allem die Anzahl und die Größe der jeweiligen Partikel pro Einheit messen.
Dies ermöglicht auch in einem zweiten noch zu überschlagenden Schritt, die Hochrechnung auf die Staubmasse als Luftprobe. Diese Hochrechnung ist nicht so genau wie das gravimetrische Messverfahren, liefert aber sehr gute Stichproben zur Staubmasse und sehr genaue (Partikel-)Anzahlkonzentrationen zu den kleinsten Partikeln, deren Gefährlichkeit bekannt ist.
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